Vision:

Im Arbeitsleben können Menschen mit Behinderungen ihre individuelle Leistungsfähigkeit wertschöpfend einbringen.
Leistungen zur Teilhabe am Arbeitsleben orientieren sich daran, was individuell getan werden muss, um den Leistungsberechtigten dazu zu befähigen, seine eigene Entwicklung soweit wie möglich selbst zu steuern sowie eigenständig und verantwortungsbewusst in die Hand zu nehmen. Was er aufgrund seiner individuellen Fähigkeiten und unter Berücksichtigung der Teilhabezielsetzung nicht selbstständig erarbeiten kann, muss von den Leistungsträgern und Leistungserbringern übernommen werden.
Berufliche Rehabilitation ermöglicht eine dauerhafte und nachhaltige Teilhabe am Arbeitsleben auf Basis einer qualifizierten Beschäftigung.
Bei allen Aktivitäten in der beruflichen Rehabilitation stehen die individuellen Bedarfe der Leistungsberechtigten im Rahmen der Gesetze im Vordergrund. Die Interessen, Prozesse und Strukturen der beteiligten Institutionen orientieren sich an diesen.

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Innovationspotenziale:

Die Arbeitswelt der Zukunft wird dienstleistungs- und wissensorientiert sein. Der Bedarf an qualifizierten Fachkräften wird deutlich zunehmen. Umfassende berufliche Bildung und kontinuierliche Kompetenzentwicklung über den gesamten Lebenslauf werden deshalb eine bedeutende Rolle in der beruflichen Rehabilitation der Zukunft spielen.

Die Alterung der Erwerbsbevölkerung sowie die Individualisierung der Gesellschaft werden neben den ökonomischen Faktoren den Entwicklungskorridor in die Zukunft gleichermaßen prägen. Bildungs- und Gesundheitsressourcen müssen so genutzt werden, dass sie zur Inklusion und zum sozialen Zusammenhalt der Gesellschaft beitragen.

Vor diesen gesellschaftlichen Rahmenbedingungen besitzt die Verknüpfung von arbeitsmarkt-, bildungs- und gesundheitspolitischen Konzepten zu einem integrativen Interventionsansatz im Rahmen der beruflichen Rehabilitation ein hohes Innovationspotenzial.

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Neue Rollen der Akteure:

Zentrale Aufgaben der Leistungsträger sind die Übernahme der Gewährleistungsverantwortung für die Dienstleistungsqualität des Versorgungssystems, die Verantwortung für die Eingliederung der Leistungsberechtigten und das Wissensmanagement der Rehabilitationskette, orientiert an den Ansprüchen und Wertvorstelllungen des SGB IX.

Die Organisation systematischer Kooperationen mit Unternehmen, um fließende und gestufte Übergänge in den ersten Arbeitsmarkt zu ermöglichen, ist eine zentrale Aufgabe der Leistungserbringer zur Unterstützung der Erhaltung oder Wiederherstellung der Beschäftigungsfähigkeit und der dauerhaften Integration der Leistungsberechtigten.

Für Unternehmen können innerbetriebliche Rehabilitationsansätze (z. B. Eingliederungsmanagement) dazu beitragen, dass Mitarbeiter mit Gesundheitsproblemen ihre Leistungsfähigkeit bis zum Eintritt des gesetzlichen Renteneintrittsalters behalten. Damit leistet berufliche Rehabilitation einen Beitrag zur Gestaltung des demografischen Wandels in den Betrieben.

Die Leistungsberechtigten werden in Zukunft aktiv mitwirken und entsprechend Mitverantwortung übernehmen müssen. Selbstbestimmung, Selbstverantwortung, Eigeninitiative und Selbstgestaltung sind im Gegenzug jedoch auch gezielt zu fördern. Voraussetzung dafür sind entsprechende Mitbestimmungs- und Mitgestaltungsmöglichkeiten.

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